
Wer jeden Cent umdrehen muss, steht oft vor Entscheidungen, die viele nie treffen müssen. Da fährt jemand schwarz, um zum Jobcenter oder zur Arbeit zu kommen. Oder stiehlt vielleicht eine Tafel Schokolade – einfach, um sich ein Stück Normalität zu bewahren. Auch wenn es falsch ist.
Solche Straftaten enden oft mit einer Geldstrafe. Aber was, wenn schon vorher kein Geld da war? Wer seine Geldstrafe nicht zahlt, dem droht Haft, die sogenannte „Ersatzfreiheitsstrafe“.
Dann können Familien zerbrechen, Kinder leiden, Arbeit und Wohnung gehen verloren. Und auch der Staat zahlt am Ende drauf. All das nützt niemandem, sondern schadet allen.
Unsere Anlaufstelle Projekt Brückenbau schafft eine Alternative: Wir unterstützen Menschen, die von Haft bedroht sind, begleiten sie im Umgang mit Behörden und helfen, Ratenzahlungen zu vereinbaren. So vermeiden wir eine Inhaftierung – und verhindern, dass Armut sich weiter verfestigt.
Armut ist ein Teufelskreis. Je weniger man hat, desto schwerer ist es, wieder auf die Beine zu kommen. Wir brauchen Menschen mit Hand und Herz, die nicht verurteilen, sondern hinsehen – heute am Tag der Armut und an jedem anderen Tag.
Hilfe bei Ersatzfreiheitsstrafen: Freiheitsfonds
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Ein fröhlicher Mensch strahlt über das ganze Gesicht, aber einem Verbitterten fehlt jede Lebensfreude.