24. Dezember 2019

“So wird Weihnachten erträglich”

Mein Name ist Wilfried Lippe. Ich bin seit 15 Jahren sehr gerne (!!!) Gefängnisseelsorger in Straubing. Es liegt mir sehr am Herzen, Menschen in der Justizvollzugsanstalt zu begleiten. Inhaftierte, aber auch Bedienstete. Ich wünsche mir oft, dass für Inhaftierte mehr Dinge möglich wären. Sie müssen mit vielen Einschränkungen zurechtkommen. Vor allem leiden sie unter der Beschneidung ihres persönlichen Lebens, der Individualität, der Kommunikation. Kontakte zu Angehörigen und Freunden sind kaum befriedigend möglich. Das tut weh.

Gerade zur Weihnachtszeit werden Inhaftierten diese eingeschränkten und vermissten Kontakte schmerzhaft bewusst, und ich erlebe viele Männer sehr nachdenklich und bedrückt.

Fremde denken an Inhaftierte!

Die großartigen Weihnachtspakete des Schwarzen Kreuzes berühren mich
jedes Jahr sehr, denn damit wird zum „Auspacken“ deutlich: Fremde Menschen – Paketspenderinnen und -spender – denken an Inhaftierte! Sie sind ihnen wichtig, sie haben sie nicht vergessen. Für viele Inhaftierte ist das kaum zu glauben oder zu fassen, wenn sie ein Weihnachtspaket in ihren Händen halten. Seltene Freude breitet sich dann in ihnen aus.

In den Paketen sind immer liebevoll gepackte Sachen, etwas ganz Besonderes für die Inhaftierten. Und Weihnachtskarten mit positiven Gedanken und Grüßen der Spender gehen zu Herzen. Damit wird Weihnachten im Gefängnis nicht schön, aber erträglich.

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“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

Foto oben: Schwarzes Kreuz
Wilfreid Lippe: privat

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Es kommt die Zeit,

in der die Träume sich erfüllen:

wenn Friede und Freude

und Gerechtigkeit

die Kreatur erlöst.

Dann gehen Gott und die Menschen

Hand in Hand.