
Muttertag. Für inhaftierte Mütter gibt es wenig zu feiern. Es ist sehr schwer, kindgerechte Lösungen für ihre Inhaftierung zu finden. Wie kann Nähe und Bindung zu den Kindern trotzdem gelingen?
Mütter sollten einerseits möglichst mit ihren kleinen Kindern zusammenbleiben können. Doch andererseits ist der Strafvollzug kein guter Ort zum Aufwachsen. Und bundesweit gibt es nur 106 Haftplätze für Mütter mit Kindern. In vielen Bundesländern ist es kaum möglich, Mütter wenigstens in der Nähe ihrer Kinder unterzubringen. Das führt zu langen Anfahrten für Besuche, hohen Kosten und Belastungen für die Familien. Besonders kleine Kinder leiden unter der Trennung – sie entwickeln Ängste oder bekommen andere Probleme. Was kann helfen? Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe BAG-S hat dazu eine Untersuchung veröffentlicht. Mehr dazu
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Glücklich zu nennen sind alle, denen das Leid anderer nicht gleichgültig ist. Denn sie werden in ihren Schwierigkeiten selbst auch Anteilnahme erfahren.