8. März 2019

“Im Gefängnis”: Kinderbuch auch für Erwachsene

Ein Buch nicht nur für Kinder, sondern für jeden, der in (Brief-)Kontakt zu einem Gefangenen steht:  

Da sitzt der eigene Vater hinter Gittern und man hat keine Ahnung, wie es ihm da ergeht. Und was es zu bedeuten hat, wenn die Mutter auf einmal so viel weint und man selbst immer so schlechte Laune hat.

Das Kinderbuch „Im Gefängnis“ von Thomas Engelhardt und Monika Osbergshaus (Illustrationen: Susann Hesselbarth), erschienen bei Klett Kinderbuch, begleitet die achtjährige Sina durch die zwei Jahre, in denen ihr Vater in Haft ist. Sie schenkt ihm ihr Stofftier, schreibt und bekommt Briefe, erfährt viel über das Leben in Haft und wie ihrem Vater geholfen werden soll. Und begegnet dort sogar einem Mädchen aus ihrer Schule.

Einfühlsam und anrührend ist dieses Buch für Kinder „ab 8 Jahre und für alle“. Geschrieben natürlich in erster Linie für Kinder Inhaftierter. Aber auch jeder andere, der sich für das Leben hinter dem Stacheldraht interessiert, wird das Buch nur schwer aus der Hand legen und hinterher eine ganze Menge wissen über das Leben im Gefängnis. Und vor allem auch mitfühlen mit allen, die jeder auf seine Weise von einer Inhaftierung betroffen sind.  Leseprobe

Wunderbar geeignet ist es daher auch für neue Ehrenamtliche.

Und ebenso wunderbar: Über die Bundeszentrale für Politische Bildung ist es zurzeit zum Sonderpreis von 1,50€ zu erhalten (statt 14,00€).

„Junge wie erwachsene Leser erfahren detailliert, was in einer Justizvollzugsanstalt alles verboten ist (nämlich sehr viel) und was erlaubt ist (sehr viel weniger). (…) Zur stets kindgerechten Sprache kommen dabei natürlich auch wichtige Aspekte der Justiz und der Sozialarbeit. (…) Ein äußerst informatives Sach- und Lese- und Bilderbuch, das bei aller Ernsthaftigkeit auch eine gewisse Leichtigkeit bewahren kann.”
Hans Jörg Wangner, Stuttgarter Zeitung, 19.07.2018

Abbildung: www.klett-kinderbuch.de

“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

Jesus sagt: „Nicht wer mich dauernd ‚Herr‘ nennt, wird in Gottes himmlisches Reich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“