Als der Jurist und Autor Thomas Galli seine erste Stelle im Justizvollzug antrat, kannte er Straftäter nur aus den Medien. Straftäter hatten die Entscheidung getroffen, Regeln zu brechen – selbst schuld! Klar gehörten sie ins Gefängnis!
Im Laufe der Jahre lernte er mehr und mehr über die Hintergründe des Strafvollzugs. Und nach anderthalb Jahrzehnten schließlich quittierte er den Dienst. Denn er war zu der Ansicht gekommen: Die meisten Haftstrafen schaden viel mehr als sie nützen.
Das begründet er im Artikel „Schafft die Gefängnisse ab!“ in zeit online, der mittlerweile schon über 800 Kommentare hat. Galli geht es aber nicht darum, einfach alle Gefangenen freizulassen. Er fordert, sich genau bewusst zu machen, was mit Strafe bezweckt werden soll. Dann nüchtern zu prüfen, inwieweit diese Ziele erreicht werden. Und aus der Erkenntnis Konsequenzen zu ziehen.
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Foto: Schwarzes Kreuz
Jesus sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“