18. Februar 2021

“Briefe sind Denkmäler”

“Briefe gehören zu den wichtigsten Denkmälern, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.” Das soll Goethe mal gesagt haben. Nun sollte man vielleicht nicht gerade diesen Satz vor Augen haben, wenn man versucht, einen Brief zu formulieren. Bei so hohen Ansprüchen dürfte das Blatt Papier, das vor einem liegt, weiß bleiben…

Perfekt muss es nicht sein. Die Zeitschrift chrismon beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Briefschreiben. Ein positiver Effekt ist für sie schon einmal: Schreiben entschleunigt. „Man muss Gedanken fassen, vielleicht sogar vorformulieren, feines Papier suchen, einen guten Stift, eine Briefmarke. Sich setzen – und dann auch noch zum Postkasten gehen.“

Brief-Revival mit Corona

Ob Paul Celan, Anais Nin oder der vierjährige Linus aus Frankfürt, sie alle lieb(t)en es, verheißungsvoll raschelndes Papier mit Briefmarke im Briefkasten zu finden. Und zu Corona-Zeiten erlebt der klassische Brief ein Revival. Das zeigen Aktionen wie die Bremer „Hoffnungsbriefe“, so chrismon.

Was auch wir im Schwarzen Kreuz bestätigen können. Mehr Anfragen zu ehrenamtlicher Mitarbeit als sonst blitzen in unseren Mails auf, von Menschen, die Nächstenliebe und soziales Engagement in Briefen zum Ausdruck bringen möchten: “Guten Tag, ich kann zurzeit nicht wie sonst ehrenamtlich kranke Menschen besuchen. Ich frage mich, ob ich nicht jemandem im Gefängnis schreiben könnte…” Danke Ihnen allen fürs Mitmachen!

Zum Artikel in Chrismon: Nur echt mit Marke!

Foto: Rainer Sturm, pixelio

 

“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

Bei dir, Herr, habe ich Zuflucht gefunden. Du bist mein Gott. Alle Zeiten meines Lebens sind in deiner Hand.