
Ein Schock: Wenn Kinder Täter:innen werden. Wenn Kinder bewusst stehlen, verletzen, töten.
Die Eltern der Kinder kann das in einen Abgrund stürzen. Wie sollen sie das Ungeheure bewältigen, das sie nicht einmal begreifen?
„Im Schatten der Schuld – Das Leben nach der Straftat eines Kindes“: Claudia Terporten schildert in ihrem Buch die Schicksale und Geschichten hinter den Schlagzeilen. Die Zerrissenheit der Eltern zwischen Schock, Loyalität, Schuldgefühlen und Scham. Die oft ganz unterschiedlichen Bewältigungsstrategien der beiden Elternteile und die Konflikte, die daraus entstehen. Die Versuche, dem Kind beiseite zu stehen, und die Notwendigkeit, sich klar von dessen Handeln abzugrenzen. Die Gleichzeitigkeit von Mitleid und Entsetzen. Und zu alldem kommt die soziale Ausgrenzung.
Ergänzt werden die Fallgeschichten von Einschätzungen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Justiz, Bewährungshilfe – hilfreich für professionelle Helfende.
Betroffenen Eltern kann das Buch helfen, ihre besondere Situation zu verarbeiten, zu den eigenen Grenzen zu stehen und neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Und so wieder handlungsfähig zu werden.
Claudia Terporten: Im Schatten der Schuld – Das Leben nach der Straftat eines Kindes, Hamburger Perspektivwechsel Media, 2025, 24,90€
Dieser Beitrag beruht auf Angaben aus einer mehrseitigen Buchrezension in „Informationsdienst Straffälligenhilfe“ der BAG-S, Heft 2026-01.
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele?