
Italien hat zahllose beliebte Strände. An rund 5000 von ihnen fehlen Rettungsschwimmer und Bademeister. Warum also nicht Menschen in Haft dafür ausbilden? Genau das wird gerade in Apulien ausprobiert, im Süden Italiens.
Ein Dutzend Inhaftierte hat sich zur Badeaufsicht ausbilden lassen. Bevor sie an den Strand durften, mussten sie ein Auswahlverfahren durchlaufen. Danach hieß es drei Monate lang büffeln: Badeordnungen, Sicherheitsvorschriften und Erste Hilfe.
Inzwischen beaufsichtigen die neuen Rettungsschwimmer tagsüber die Strände. Abends geht es zurück in den Haftraum. Und offenbar funktioniert das Konzept: Wie der „Stern“ berichtet, hat bisher niemand versucht, die neuen Möglichkeiten etwa zur Flucht zu nutzen.
Vielmehr scheint etwas ganz anderes zu passieren. Einer der Inhaftierten sagt: „Nach so vielen Jahren hinter Gittern fühlst du dich zum ersten Mal nützlich.“ Mehr zum Projekt
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Jesus sagt: „Im Himmel wird mehr Freude herrschen über einen Sünder, der zu Gott umkehrt – mehr als über neunundneunzig andere, die keine Buße brauchen.“