
Sebastian Stottmeier (2. von rechts) war gestern bei uns in der Geschäftsstelle zu Gast; er ist Stadtrat der Stadt Celle für Soziales und Bildung. Wie sieht Resozialisierung bei uns konkret aus, und vor allem: Wie kann die Stadt Celle uns unterstützen? Da fragte er nach.
Eines der Aufgabenfelder unserer Anlaufstelle ist zum Beispiel, Menschen in der Region Celle zu helfen, denen eine Inhaftierung droht, und das nur, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen können. Zahlen müssen sie letzten Endes zwar selbst. Aber wir unterstützen sie dabei, Ratenzahlungen zu vereinbaren und dann auch einzuhalten. So haben wir schon etliche Menschen vor der Inhaftierung bewahrt. Und dazu dem Staat hohe Summen an Steuergeldern eingespart, die sonst für die Haftkosten draufgegangen wären.
Ob Gebäudesanierung, Projektentwicklung, die Suche nach Ehrenamtlichen oder anderes, vielleicht kann die Stadt Celle die Arbeit des Schwarzen Kreuzes noch intensiver unterstützen. Sebastian Stottmeier will nachforschen. Wer heute in Haft ist, mit dem wollen wir morgen ja schließlich wieder in guter Nachbarschaft leben. Darum liegt unsere Arbeit im Interesse aller.
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Glücklich zu nennen sind alle, denen das Leid anderer nicht gleichgültig ist. Denn sie werden in ihren Schwierigkeiten selbst auch Anteilnahme erfahren.