23. Juni 2022

Knastjargon: eine ganz besondere Sprache

Hatten Sie als Kind im Freundeskreis oder unter den Geschwistern eine Geheimsprache?

Außenstehende verstehen nicht sofort, was gemeint ist. Das verbindet die Mitglieder der Gruppe noch einmal auf besondere Art und Weise miteinander. Und genau das ist der Sinn einer solchen Sprache.

Auch Inhaftierte haben ihre ganz eigene Geheimsprache entwickelt. Bestimmte Begriffe bekommen hier eine neue Bedeutung. Eine „Bombe“ zum Beispiel ist ganz ungefährlich ein Glas löslicher Kaffee.

Hier sind einige Begriffe, die uns in der Arbeit häufig begegnen:

31er: Verräter
Acht: Handschellen
Affen schieben: Drogenentzugserscheinungen zeigen
Bombe: Glas löslicher Kaffee
Habe: Besitz, der im Haftraum nicht erlaubt ist, verwahrt wird und nach Entlassung wieder ausgehändigt wird
Hütte: Haftraum
Knochen: Schlüssel des Vollzugsbeamten
Koffer: Paket Tabak
LL´er: Inhaftierter mit lebenslänglicher Haft
Schub: Transport Inhaftierter
Singen: jemanden verraten
Strippen: Ganzkörperkontrolle

Auf der Homepage der katholischen Gefängnisseelsorge finden Sie mehr zum Thema Knastjargon.

“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

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Lieber Gott, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Ich erkenne, dass alles großartig ist, was du geschaffen hast!