
Hatten Sie als Kind im Freundeskreis oder unter den Geschwistern eine Geheimsprache?
Außenstehende verstehen nicht sofort, was gemeint ist. Das verbindet die Mitglieder der Gruppe noch einmal auf besondere Art und Weise miteinander. Und genau das ist der Sinn einer solchen Sprache.
Auch Inhaftierte haben ihre ganz eigene Geheimsprache entwickelt. Bestimmte Begriffe bekommen hier eine neue Bedeutung. Eine „Bombe“ zum Beispiel ist ganz ungefährlich ein Glas löslicher Kaffee.
Hier sind einige Begriffe, die uns in der Arbeit häufig begegnen:
| 31er: Verräter | |
| Acht: Handschellen | |
| Affen schieben: Drogenentzugserscheinungen zeigen | |
| Bombe: Glas löslicher Kaffee | |
| Habe: Besitz, der im Haftraum nicht erlaubt ist, verwahrt wird und nach Entlassung wieder ausgehändigt wird | |
| Hütte: Haftraum | |
| Knochen: Schlüssel des Vollzugsbeamten | |
| Koffer: Paket Tabak | |
| LL´er: Inhaftierter mit lebenslänglicher Haft | |
| Schub: Transport Inhaftierter | |
| Singen: jemanden verraten | |
| Strippen: Ganzkörperkontrolle | |
Auf der Homepage der katholischen Gefängnisseelsorge finden Sie mehr zum Thema Knastjargon.
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
„Meinst du, ich hätte Freude daran, wenn ein Mensch wegen seiner Vergehen sterben muss?«, fragt Gott. »Nein, ich freue mich, wenn er von seinem falschen Weg umkehrt und am Leben bleibt!“