8. März 2022

Zum Tag der Frau: Frauen in Haft

Oberkörper einer Frau in weißem Hemd verschwommen hinter Gitterstäben.

Foto: Reinäcker, pixelio

„Ich hätte gern eine inhaftierte Frau als Briefpartnerin!“ Das hören wir immer wieder von neuen Ehrenamtlichen, die in den ersten Briefkontakt starten. Doch nur rund 6% aller Inhaftierten sind Frauen. Und dementsprechend wenige bewerben sich bei uns um einen Briefkontakt.

Frauen wirken oft entwurzelt

Heute am Internationalen Tag der Frau möchten wir an diese inhaftierten Frauen erinnern, die so selten im Blickfeld sind.  Vor allem macht ihnen zu schaffen, dass sie getrennt sind von Partner und Kindern – den Menschen, die sie lieben und die ihnen so viel im Leben bedeuten. „Frauen wirken in der Haft oft entwurzelt“, sagt Christoph Haase, ehemaliger Leiter unseres Arbeitskreises in Chemnitz.

Familie auf Abstand

 „Das vielleicht Schlimmste ist, dass sie oft wohl selbst viel mehr an diesen Menschen hängen als umgekehrt“, meint Christine Wessels-Salis, Leiterin unseres Arbeitskreises in Bremen. Denn Partner und Kinder selbst gehen oft eher auf Abstand.

Die Justizvollzugsanstalten für Frauen bemühen sich, der besonderen Situation aller Frauen im Vollzug – egal welchen Alters, welcher Strafart und welcher Straflänge – gerecht zu werden. Eine nicht immer einfache Aufgabe …

Mehr zum Thema:
Erfahrungsberichte aus dem Frauenvollzug
37 Grad: Frauen im Knast – Zwischen Hoffnung und Koller: ZDF-Dokumentation, verfügbar in der Mediathek bis zum 21. März 2022. 

“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

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Kein Mensch weiß, wann seine Zeit gekommen ist. Wie Fische sich plötzlich im Netz verfangen, wie Vögel in eine Falle geraten, so enden auch die Menschen: Der Tod ereilt sie, wenn sie es am wenigsten erwarten.