12. Februar 2021

Was bedeutet “Maßregelvollzug”?

Nicht jeder, der eine erhebliche Straftat begangen hat, bekommt eine Gefängnisstrafe. Bei manchen stand die Tat in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung oder einer Sucht. Dann kann eine Behandlung im sogenannten Maßregelvollzug angeordnet werden, also in einer speziellen psychiatrischen Klinik oder einer Entziehungsanstalt.

Klinik statt Gefängnis – das mag erst einmal gut klingen. Das Problem: Es gibt kein festes Entlassungsdatum. So kann sich die Behandlung über viele Jahre, gar ein bis zwei Jahrzehnte hinstrecken, ohne dass sich Zukunftsperspektiven entwickeln lassen.  Und da es in einer Klinik keine Arbeit für die Patienten gibt, gibt es auch keine Möglichkeit, sich auf diese Weise sinnvoll zu beschäftigen.

Da fühlt sich mancher im kompletten Abseits, gelangweilt, gleichgültig, abgeschoben und vergessen. Ein Nährboden für Aggressionen, erst recht bei den erheblichen psychischen Krankheiten, die hier auf engem Raum zusammenkommen. Denn der Maßregelvollzug platzt aus allen Nähten. Es gibt zu wenig Mitarbeitende für zu viele Patienten. Die Folge: Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen.

BuzzFeed News hat ausführlich zum Thema Maßregelvollzug recherchiert und beschreibt die Situation in Deutschland: Am Rande des Zusammenbruchs

Foto: Dieter Schütz, pixelio

 

“Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?”

Bei dir, Herr, habe ich Zuflucht gefunden. Du bist mein Gott. Alle Zeiten meines Lebens sind in deiner Hand.