
Der Frühling kommt – schon Menschen „draußen“ sehnen das Wachsen und Blühen herbei; um wieviel mehr gilt das für Menschen in Haft! Und gleichzeitig kann einen so ein kleines Pflänzchen viel über das Leben lehren: Ungeduld zwecklos! Da ist nichts von heute auf morgen da, sondern es will gesät werden, gewässert, gepflegt … Man muss sich um gute Bedingungen kümmern. Wachsen tut es dann von ganz allein.
Gärtnern war darum beim letzten Kreativcafé angesagt. Selbst in die Blumenerde greifen, ihre Feuchtigkeit prüfen, Samen einlegen, den geeigneten Standort suchen – und jetzt erst einmal abwarten … vielleicht keimt in der nächsten Woche schon etwas?
Kaum etwas macht mehr Freude, als Pflanzen beim Wachsen zuzusehen, die man selbst gesät hat: Die Liebe und Sorgfalt, die man investiert hat, haben etwas hervorgebracht. Der Umgang mit Pflanzen beruhigt, bringt wertvolle Erfahrungen mit sich, tut einfach gut. So haben selbst Blumensamen etwas mit Resozialisierung zu tun.
„Warum helfen Sie im Schwarzen Kreuz ausgerechnet Kriminellen?“
Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele?