19. Januar 2017

„Von WEM sollte ich denn etwas bekommen?“

„Hiermit möchte ich mich aufrichtig für das Paket bedanken, das ich in diesem Jahr bekommen habe. Die Überraschung und Freude war groß. Als bekannt wurde, es würde in diesem Jahr eine Kleinigkeit zu Weihnachten geben, stellte sich im Kopf gleich die Frage: „Von WEM sollte ich denn etwas bekommen?“ Auf den öffentlich ausgehängten Karten und Briefen konnte ich dann die Weihnachtsglückwünsche persönlich lesen und meine Frage beantworten.

 

Verwundert und herzlich berührt

(… ) Ja, Resozialisierung und Wiedereingliederung sind mir geläufige Begriffe, daran wird hier mit allen Mitteln gearbeitet. Doch die Schuld an Mitmenschen und der Gesellschaft kann uns Gefangenen nicht genommen werden. Wir können nur hoffen, irgendwann eine Chance in der Gesellschaft zu erhalten. Darauf hoffen wir von ganzem Herzen. Umso verwunderter und herzlich berührt war ich nun, von diesen Menschen in Freiheit etwas zu Weihnachten zu bekommen. Es zählte weniger die Größe und/ oder Menge, es war alleine die Geste, überhaupt etwas erhalten zu haben. Auch unbekannte Personen können das Herz berühren, und dafür sage ich herzlich „Dankeschön!“ Ich möchten allen diesen Menschen ebenfalls frohe und gesegnete Weihnachten wünschen (nachträglich), ebenso einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017. Gesundheit und Glück sollen sie stets begleiten!“

P. J., JVA Lingen, mit den Unterschriften von 18 anderen Gefangenen

Informationen zur Paketaktion

 

Ein Inhaftierter legte seinem Dank ein Gebet von Thomas Morus bei.

 

Freut euch, was immer auch geschieht! Gottes Friede, der weit über alles Verstehen herausreicht, wird über eure Gedanken wachsen und euch im Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.

Philipper 4, 4 und 7
Aus unserem Jahreskalender