10. Januar 2017

Projekt Brückenbau: Mona Gremmel als Diakonin eingesegnet

 

 

Wieso beschäftigt eine 27jährige junge Frau sich ausgerechnet mit Menschen hinter Gittern? Mona Gremmel jedenfalls tut es. Seit Januar ist sie offiziell unsere neue Fachleiterin der Anlaufstelle „Projekt Brückenbau“. Damit ist sie Ansprechpartnerin für Celler Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige und Kontaktperson für die JVA und Behörden. Jetzt wurde sie auch als Diakonin eingesegnet.

Für Karsten Willemer, Pastor der Paulusgemeinde, ist es ein Glücksfall, dass er als zweiter stellvertretender Super-intendent Mona Gremmel einsegnen konnte: „Sie ist die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Studiert hat sie an der Hochschule Hannover, wollte Sozialarbeiterin und Diakonin werden. 2015 kam sie als Berufspraktikantin zum Projekt Brückenbau und blieb anschließend hauptamtlich dabei. Damit war sie gleich zur Stelle, als jetzt im Januar eine neue Fachleitung gesucht wurde.

 

Ausgerechnet Straffälligenhilfe?

Sich als junge Diakonin voll und ganz für Straftäter einzusetzen – für Mona Gremmel ist das kein ungewöhnlicher Gedanke. „Straftäter werden immer an den Rand geschoben, kaum einer will mit ihnen zu tun haben. Dabei haben sie eine unantastbare Würde, die Gott selbst ihnen verliehen hat. Ich möchte mit daran arbeiten, dies für sie selbst und für andere spürbar zu machen.“ Jeder Mensch brauche immer wieder eine neue Chance und Menschen, die ihn unterstützen.

Hat sie das Gefühl, etwas erreichen zu können? „Ja! Es gelingt zwar auch mit unserer Hilfe nicht immer, eine Wohnung oder eine Arbeit zu finden. Aber den Erfolg messe ich nicht daran. Ich sehe ihn in der Art unserer Klienten zu reagieren, offener zu werden, zugewandter. Da spüre ich sehr viel Wertschätzung für das, was wir vom Projekt Brückenbau für sie tun.“

 

Enge Verbindungen

Die Paulusgemeinde hat schon lange enge Verbindungen zum Projekt Brückenbau. Willemer arbeitet selbst im Vorstand mit, und Mona Gremmel hat dort schon Konfirmandenprojekte durchgeführt und Gottesdienste zusammen mit Inhaftierten und Haftentlassenen gestaltet. „Ich kannte schon viele Gesichter in den Reihen!“, so Frau Gremmel. Auch sieben Inhaftierte hatten die Erlaubnis der JVA Celle bekommen, an der Einsegnung teilzunehmen.

 

Träume für Straffälligenhilfe

Kurz nach ihrer Einsegnung wurde Mona Gremmel übrigens für die Serie „Zeig mir deinen Traum“ von der Celleschen Zeitung interviewt. Was sie der Journalistin erzählte, lesen Sie hier.

 

Bericht in der Evangelischen Zeitung

Bericht in der Celleschen Zeitung

 

 

 

Presie Gott, den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.