5. März 2013

Papstrede zum Strafvollzug jetzt auf Deutsch

Ende November hat Papst Benedikt XVI. zum Strafvollzug Stellung genommen:  Die Zeitschrift „Forum Strafvollzug“  veröffentlichte seine Ansprache jetzt in deutscher Übersetzung (pdf). Herzlichen Dank an die Redaktion für die Erlaubnis, sie an Sie weiterzugeben!

Papst Benedikt XVI. sprach vor Delegierten der Europäischen Konferenz zum Strafvollzug und Bewährungshilfe. Er bedankte sich bei all denen, die ihre Pflichten im Justizvollzug gewissenhaft und engagiert erfüllen; das sei „beileibe nicht einfach“: „Sie sind ganz besonders gefordert, Menschen in Ihre Obhut zu nehmen, die unter Haftbedingungen eher Gefahr laufen, ihr Gefühl für den Sinn des Lebens und den Wert persönlicher Würde zu verlieren.“

 

Nicht einfach nur bestrafen

In einem ganzheitlichen Sinne gerecht zu sein gegenüber Straftätern bedeute dabei nicht, sie lediglich zu bestrafen. „Es kommt darauf an, alles Erforderliche zu tun, um sie im Vollzug der Strafe zu ändern und zu bessern.“ Auf keinen Fall dürfe die Inhaftierung eine Neigung zu Straftaten eher noch verstärken.

Er forderte den Strafvollzug dazu auf, aktiv auf Inhaftierte zuzugehen, um Resignation und Isolation aufzubrechen: „Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Förderung von Formen der Evangelisierung und spiritueller Betreuung, die die besten und edelsten Seiten der Gefangenen fördern, die Lebensfreude und den Wunsch nach Schönem wecken können.“ Das sei charakteristisch für Menschen, „die erneut entdecken, dass sie das unauslöschliche Bild Gottes in sich tragen.“

Foto: pixelio, N. Schmitz (Ausschnitt)

2 Gedanken zu „Papstrede zum Strafvollzug jetzt auf Deutsch“

  1. Dagmar sagt:

    Einfach gut, er hat ja so Recht!!!!!! Wenn nicht im Gefängnis, wo dann????

  2. skreuz sagt:

    Auch Papst Franziskus setzt Zeichen, und das gleich zu Beginn seiner Amtszeit:

    http://www.merkur-online.de/aktuelles/welt/papst-waescht-jva-haeftlingen-fuesse-zr-2825441.html

Kommentare sind geschlossen.

Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen. Aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.