18. März 2016

Mein Briefpartner und ich

Wir haben unsere inhaftierten Briefpartner gefragt, was der Briefkontakt zu unseren Ehrenamtlichen für sie bedeutet. H. aus der JVA Kassel erzählt:

 

Warum haben Sie sich einen Briefkontakt gewünscht?
Weil ich mich einsam fühle und nur ganz wenig Kontakt zur Außenwelt habe. Auch um Menschen kennenzulernen und eventuell Freundschaften zu schließen.

Entspricht der Briefkontakt Ihren Vorstellungen?
Wir verstehen uns so gut, dass wir auch über Dinge schreiben können, über die wir mit anderen nicht sprechen. Eine großartige Vertrauensbasis hat sich dadurch entwickelt. Er schickt mir zu meinen Themen bzw. Problematiken immer wundervolle Zitate und Sprüche aus der Bibel, was mir Kraft gibt.                                                                       

Was hat sich durch den Briefkontakt in Ihrem Haftalltag verändert?
R. zeigt mir durch seine Ansichten und Perspektiven neue Wege, mit Stress und Frustration besser umgehen zu können. Durch seine Briefe und den christlichen Glauben schenkt er mir Kraft und Mut auf eine neue Zukunft und darauf, mit dem Haftalltag besser umgehen zu können. Hoffnung und Freude auf seinen nächsten Brief sind sehr groß und wichtig für mich.

H., JVA Kassel

Nächste Woche geht’s weiter.

Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen. Aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.