26. März 2016

Mein Briefpartner und ich

Teil 2: H. aus der JVA Kassel erzählt weiter, was der Briefkontakt zu unserem Ehrenamtlichen R. für ihn bedeutet.

 

Was sind die Hauptthemen in Ihren Briefen? Die Verknüpfung von Bibelstellen mit Situationen und Problemen in unserem Leben. Dazu gehören auch Themen des Alltags, Fortschritte in meinem Vollzug, Sport, sehr persönliche Gedanken und Gefühle. Wir helfen, beflügeln und geben einander Kraft, um mit Mut positiv zu leben.

Bei welchen Fragen könnten wir Sie beraten?
Vermutlich werde ich dieses Jahr entlassen. Ich bräuchte dringend Informationen über mögliche Unterstützung bei der Suche nach einer Wohnung, Job und welche finanzielle Hilfe ich wo finden kann, damit ich dieser Herausforderung gewachsen bin. Das macht mir echt Sorge.

Können Sie sich vorstellen, dass der Briefkontakt über Ihre Haftzeit hinaus bestehen bleibt?
Wir haben schon beschlossen, dass der Kontakt in jedem Fall nach meiner Entlassung weitergeführt wird und wir uns auch persönlich kennenlernen werden. Auch wenn wir einander örtlich fern sind, haben wir beide den anderen sehr schätzen gelernt. Genug um eine Freundschaft einzugehen.
Ihr seht, dass ihr durch eure tolle Unterstützung Gutes tut. Ohne euer Zutun hätten sich zwei Christen wie R. und ich nie kennengelernt! Danke.

Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen. Aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.