16. November 2011

Seminar: Unterschiedliche Erwartungen

Wer ehrenamtlich arbeitet, wird nicht nur wirksam helfen können, sondern auch Enttäuschungen verkraften müssen. Enttäuschungen gehören zum Leben einfach dazu. Wie aber gehe ich damit um? Wie kann ich sie verkraften oder ganz vermeiden? Insgesamt 19 Teilnehmende aus Leipzig, Zwickau, Dresden, Chemnitz und Celle tauschten sich einen Tag lang über ihre Erfahrungen aus; Referent war Geschäftsführer Otfried Junk.

Gleich am Anfang fand die Gruppe ein Beispiel dafür, wie Menschen aus einer Enttäuschung heraus auf eine ganz neue Idee kommen und ihr Ziel so erreichen.  Im Gespräch ging es um die biblische Geschichte, wie vier Männer einen Gelähmten zu Jesus bringen wollen. Menschen versperren ihnen den Weg; sie können nicht hinein ins Haus, wo Jesus sich aufhält. Statt enttäuscht nach Hause zu gehen finden sie einen ungewöhnlichen neuen Zugang: Sie „steigen den Leuten aufs Dach“. Und kommen so auf Umwegen zum Ziel.

Zu Enttäuschungen kommt es, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. In Kleingruppen arbeiteten die Teilnehmenden einige Beispiele heraus, wo Ehrenamtliche, Inhaftierte und Bedienstete besonders häufig  unterschiedliche Erwartungen aneinander haben. Der eine erwartet vom anderen mehr, als der geben kann oder will. So kommt es leicht zu Missverständnissen, besonders dann, wenn diese Gedankengänge unbewusst ablaufen. Darum ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und die Erwartungen oder Enttäuschungen zu benennen.

Freut euch, was immer auch geschieht! Gottes Friede, der weit über alles Verstehen herausreicht, wird über eure Gedanken wachsen und euch im Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.

Philipper 4, 4 und 7
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